Fachliche Einordnung und hygienische Aspekte endständiger Sterilfilter in Trinkwasserinstallationen

Endständige Sterilfilter gehören zu den am besten dokumentierten Maßnahmen zur Infektionsprävention vor wasserassoziierten Mikroorganismen, wie Legionella, Pseudomonas aeruginosa, Mykobakterien und Pilzen. 

Unter definierten Bedingungen werden endständige Sterilfilter seit > 20 Jahren u.a. vom Umweltbundesamt (UBA), der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO), der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und Krankenhaus-Hygiene (DGKH), dem Deutschen Verein Gas und Wasser (DVGW) sowie weiteren Fachgesellschaften als temporäre Sofortmaßnahme bei mikrobiellen Kontaminationen von Trinkwasserinstallationen genannt. 1-5

Der Einsatz endständiger Sterilfilter ist immer kontextabhängig und erfordert eine hygienisch-fachliche Bewertung der jeweiligen Rahmenbedingungen. Da die Sterilfilter häufig zum unmittelbaren Schutz von Nutzern einer Trinkwasserinstallation vor wasserassoziierten Mikroorganismen eingesetzt werden, kann eine ungeeignete oder fehlerhafte Anwendung zu einem trügerischen Sicherheitsgefühl und damit zu einem hygienischen Risiko führen. 

Leistungsangebot: Hygienisch-fachliche Einordnung endständiger Sterilfilter 

Wir bieten eine unabhängige, hygienisch – fachliche Einordnung des geplanten oder bestehenden Einsatzes endständiger Sterilfilter in Trinkwasserinstallationen. 

Ziel ist es, Betreibern, Hygieneverantwortlichen und Entscheidern eine fachlich fundierte Grundlage für ihre eigenverantwortlichen Entscheidungen im Rahmen des Wassermanagements und der Infektionsprävention bereitzustellen. 

 

Inhalte der fachlichen Einordnung

Unsere Leistung umfasst u.a.:

  • fachliche Einordnung des geplanten oder bestehenden Einsatzes endständiger Sterilfilter
  • Darstellung von Voraussetzungen, Grenzen und potentiellen Risiken beim Einsatz endständiger Sterilfilter
  • Darstellung der korrekten Anwendung sowie Analyse typischer Fehlanwendungen 
  • Einordnung des Einsatzes endständiger Sterilfilter im Wassersicherheitsplan als Bestandteil des Gesamtkonzeptes des Wassermanagements 
  • Vorstellung fachlicher Empfehlungen und Richtlinien in Bezug auf endständie Sterilfilter 

Abgrenzung der Leistung (nicht Bestandteil) sind u.a. 

  • Verkauf oder Vertrieb endständiger Sterilfilter
  • Produktempfehlungen oder Herstellervergleiche
  • Auswahl konkreter Filter oder Anbieter
  • Installation, Überwachung des Einsatzes oder Wechsel der Filter
  • Freigabe, Anordnung oder Genehmigung von Maßnahmen
  • Übernahme von Betreiber-, Entscheidungs- oder Organisationsverantwortung

Die Umsetzung der Maßnahmen sowie die Auswahl konkreter Produkte obliegen ausschließlich dem Betreiber.

Ziel der fachlichen Einordnung   

Ziel unserer Leistung ist es, unabhängige Klarheit über den Einsatz endständiger Filter zu verschaffen, Risiken und Grenzen deren Einsatz nachvollziehbar aufzuzeigen und Fehlanwendungen zu vermeiden, die zu hygienischen oder organisatorischen Risiken führen können. 

Die fachliche Einordnung stellt keine technische Planung, keine Betreiberentscheidung und keine behördliche Freigabe im Sinne der Trinkwasserverordnung dar. 

Möchten Sie mehr über den fachgerechten Einsatz endständiger Sterilfilter erfahren oder benötigen Sie eine unabhängige fachliche Einordnung Ihres konkreten Anwendungsfalls? 

Kontaktieren Sie uns gerne hier 

Literatur 

  1. Exner M. et al., „Gesundheitliche Bedeutung, Prävention und Kontrolle Wasser-assoziierter Pseudomonas aeruginosa-Infektionen“, Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Hyg Med 2016, 41 – Suppl. 2, 2016
  2. „Empfehlung des Umweltbundesamtes. Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung – Probenahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“, Umweltbundesamt, 2018
  3. DVGW Arbeitsblatt W 551-4, „Verhütung, Erkennung und Bekämpfung von Kontaminationen mit Pseudomonas aeruginosa“, 2024
  4. Technische Regel – Arbeitsblatt DVGW W 551 – 2 (A) „Hygiene in der Trinkwasser-Installation – Teil 2: Hygienisch – mikrobielle Auffälligkeiten; Methodik und Maßnahmen zu deren Behebung“, 2022 
  5. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut, „Anforderungen an die Infektionsprävention bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“, Bundesgesundheitsbl 64, 232-264, 2021
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